Archiv der Kategorie: Allgemein

NS-Zwangsarbeit und Zwangsarbeitslager in Ostfriesland – Workshopbeitrag I

Am 18. Mai 2022 fand ein Workshop über die Geschichte der NS-Zwangsarbeit und der Zwangsarbeitslager in Ostfriesland statt. In loser Folge werden wir auf dieser Homepage Beiträge der Referentinnen und Referenten veröffentlichen. Als erster Beitrag dieser Reihe wird hier der Vortrag von Dr. Simone Erpel veröffentlicht.

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Kuratoriumssitzung am 02.06.2022

Am Donnerstag, den 02. Juni 2022 traf sich in diesem Jahr zum ersten Mal wieder das Kuratorium. In den zurückliegenden zwei Jahren konnten diese Sitzungen nicht oder nur unregelmäßig stattfinden. Jetzt scheint der Zeitpunkt gekommen, dass dieses wichtige Gremium im Verein wieder regelmäßig stattfinden kann. Bisher waren vier Sitzungen im Jahr geplant, es scheint aber angebracht, sie ebenso oft wie die Vorstandssitzungen stattfinden zu lassen, damit der Vorstand zeitnah auf eventuelle Beschlüsse im Kuratorium reagieren kann.

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Die Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Ostfriesland

Am 18. Mai 2022 fand zum ersten Mal ein Workshop über die Geschichte der NS-Zwangsarbeit und der Zwangsarbeitslager in Ostfriesland statt. In Vorbereitung der neuen Dauerausstellung zum KZ-Außerlager Aurich-Engerhafe hatte der Verein Gedenkstätte KZ Engerhafe in Zusammenarbeit mit der Ostfriesichen Landschaft Aurich und der Abteilung Aurich des Niedersächsischen Landesarchivs zu diesem Arbeitstreffen ins Landschaftsforum Aueich eingeladen. Neben der Verantwortung für Konzept und Organisation durch Dr. Simone Erpel waren drei weitere Vereinsmitglieder aktiv beteilitgt und hielten Vorträge:

  • Dr. Simone Erpel (Projektleitung und Kuratorin) zum Thema „Standortfaktor Engerhafe – Vom ‚Gemeinschaftslager‘ zum KZ-Außenlager“,
  • Alwin de Buhr (AG Historische Forschung) über „Die Lager rund um das Marinearsenal Tannenhausen für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und ihr Einsatz bei der Rüstungsproduktion“,
  • Herbert Müller (Künstlerischer Leiter) zum Thema „Gelbe Kreuze auf dem Rücken. Die Stigmatisierung der Gefangenen in Engerhafe – eine künstlerische Interpretation“,
  • und Hilke Osterwald (Vorsitzende) zur „Geschichte einer Spurensuche: Zum Schicksal schwangerer Zwangsarbeiterinnen und ihrer Neugeborenen im Helenenstift/Hage“.

In dem Blog für Ostfriesische Geschichte gibt es einen ausführlichen Bericht von Heiko Kiser (Bielefeld/Aurich)
(anbei das Programm)

Veranstaltung: „Frieden schaffen ohne Waffen?“

Der Arbeitskreis „27. Januar“ lädt ein zu einer Veranstaltung zum Angriff auf die Ukraine
am Freitag, 22. April 2022, 19.30 Uhr
Güterschuppen beim Gymnasium Ulricianum in Aurich
Beiträge:
„Hilflos, oder?“ – Halyna Yatsyshyn, Familienzentrum Aurich
„100 Milliarden?“ – Schüler:innen des Gymnasium Ulricianum
„Könnten wir doch hören…“ – eine Stimme aus den Friedenskirchen – Martina Basso, Pastorin und Leiterin des Mennonitischen Friedenszentrums Berlin
Begrüßung und Moderation: Hilke Lüschen, KVHS Aurich
Musik: Lieder zu Krieg und Frieden, Heinrich Herlyn und Hartwig Odenettel

Das Konzentrationslager Engerhafe

Kommando Aurich-Neuengamme

Vom 21.10. bis zum 22.12.1944 bestand in Engerhafe
eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme.
In dem Lager in unmittelbarer Nähe der mittelalterlichen Dorfkirche
wurden etwa 2000 Männer – überwiegend aus politischen Gründen – inhaftiert.
Sie waren zu Arbeiten am Panzergrabenbau um Aurich eingesetzt.

Unter unmenschlichen Bedingungen wurden 188 Gefangene
innerhalb von zwei Monaten zu Tode gequält:
68 Polen, 47 Niederländer, 21 Letten, 17 Franzosen, 9 Russen, 8 Litauer,
5 Deutsche, 4 Esten, 3 Belgier, 3 Italiener, 1 Spanier, 1 Tscheche, 1 Däne.

1952 wurden die Toten in den Massengräbern durch eine alliierte Kommission exhumiert, nach Möglichkeit identifiziert und neu bestattet.

Lager und Kirche – Kohle 2000 – Herbert Müller
Das obere Bild trägt den Titel: Engerhafe und Totenzettel – Aquarell und Collage – Herbert Müller