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Veranstaltung: „Frieden schaffen ohne Waffen?“

Der Arbeitskreis „27. Januar“ lädt ein zu einer Veranstaltung zum Angriff auf die Ukraine
am Freitag, 22. April 2022, 19.30 Uhr
Güterschuppen beim Gymnasium Ulricianum in Aurich
Beiträge:
„Hilflos, oder?“ – Halyna Yatsyshyn, Familienzentrum Aurich
„100 Milliarden?“ – Schüler:innen des Gymnasium Ulricianum
„Könnten wir doch hören…“ – eine Stimme aus den Friedenskirchen – Martina Basso, Pastorin und Leiterin des Mennonitischen Friedenszentrums Berlin
Begrüßung und Moderation: Hilke Lüschen, KVHS Aurich
Musik: Lieder zu Krieg und Frieden, Heinrich Herlyn und Hartwig Odenettel

Das Konzentrationslager Engerhafe

Kommando Aurich-Neuengamme

„Was ist der Mensch,
dass du seiner gedenkst?“

Psalm 8, Vers 5

„Die Gedenkstätte kann ein Wegweiser in die Zukunft sein.
Hier können Menschen lernen, sich die Hand reichen,
sich begegnen, finden und würdigen.
Das schulden wir den Toten.“
(Carl Osterwald)

Vom 21.10. bis zum 22.12.1944 bestand in Engerhafe
eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme.
In dem Lager in unmittelbarer Nähe der mittelalterlichen Dorfkirche
wurden etwa 2000 Männer – überwiegend aus politischen Gründen – inhaftiert.
Sie waren zu Arbeiten am Panzergrabenbau um Aurich eingesetzt.

Unter unmenschlichen Bedingungen wurden 188 Gefangene
innerhalb von zwei Monaten zu Tode gequält:
68 Polen, 47 Niederländer, 21 Letten, 17 Franzosen, 9 Russen, 8 Litauer,
5 Deutsche, 4 Esten, 3 Belgier, 3 Italiener, 1 Spanier, 1 Tscheche, 1 Däne.

1952 wurden die Toten in den Massengräbern durch eine alliierte Kommission exhumiert, nach Möglichkeit identifiziert und neu bestattet.

Lager und Kirche – Kohle 2000 – Herbert Müller
Das obere Bild trägt den Titel: Engerhafe und Totenzettel – Aquarell und Collage – Herbert Müller